Hamburg: Diese Sehenswürdigkeit gerät jetzt unter Druck


Beim Hamburger Fischmarkt handelt es sich um weit mehr als nur um einen Ort des Handels – der Fischmarkt ist ein Stück Stadtgeschichte und das Symbol schlechthin für das maritime Herz der Stadt. Aber die traditionsreiche Sehenswürdigkeit kämpft ums Überleben: Die Zahl der Händler nimmt ab, es gibt kaum Nachwuchs und es fehlt an Unterstützung. Diese Kombination ist es, die dem über 300 Jahre alten Markt zusetzt. Leider sieht es so aus, als würde eine der ältesten Attraktionen Hamburgs langsam in Vergessenheit geraten. 

Zwischen Elbphilharmonie und Reeperbahn

Hamburg gilt als eine der spannendsten Städte Europas. Hier findet man eine Mischung aus hanseatischer Tradition, modernem Lifestyle und maritimer Weltläufigkeit. Jahr für Jahr strömen Touristen in die Elbmetropole, um die imposante Elbphilharmonie, den alten Elbtunnel oder eines der vielen Musicals zu besuchen. In Altona lockt der historische Charme, während die Reeperbahn weltbekannt für das verruchte Nachtleben ist. Hier findet man auch Casinos, die ebenfalls Teil der touristischen Szene geworden und die das vielseitiges Stadtbild Hamburgs abrunden. Wer übrigens sein Glück auf die Probe stellen will, sollte unbedingt auf wirklich gute RTPs achten. Denn je höher die RTP-Quote, umso besser die Chancen, attraktive Gewinne einfahren zu können.  Ein Gewinn für die Stadt ist auch der Fischmarkt. Auch hier kommen Touristen aus der ganzen Welt, um sich das Treiben am Sonntagmorgen anzusehen. Doch tatsächlich befindet sich der Fischmarkt in einer Krise.

Ein Klassiker mit schwindender Strahlkraft

Seit über drei Jahrhunderten gehört der Hamburger Fischmarkt zu den Aushängeschildern der Stadt. Sonntag für Sonntag strömen bis zu 70.000 Besucher in aller Frühe an die Elbe, um zwischen Obstkisten, Aalrauchern und Marktschreiern das einzigartige Treiben genießen zu können. Der traditionsreiche Markt, der erstmals im Jahr 1703 erwähnt wurde, war lange Zeit das Symbol für den Charme des alten Hamburgs. Hier war es laut, lebendig und urig. Doch hinter den bunten Kulissen kämpft die Sehenswürdigkeit heute tatsächlich ums Überleben.

Der Markt, der in der Morgendämmerung zwischen der Fischauktionshalle und dem Hafenbecken erwacht, verliert nämlich kontinuierlich an Anziehungskraft. Während früher die Gassen zwischen den Ständen kaum passierbar waren, klaffen heute große oft Lücken. „Vor Corona hatten wir rund 150 Händler“, erzählt Klaus Moritz, ein langjähriger Markthändler und Vizepräsident des Landesverbands des Ambulanten Gewerbes. „Inzwischen sind es nur noch etwa 80 bis 100.“ Auch die berühmten Marktschreier, einst das Herzstück des Marktes, sind fast komplett verschwunden.

Früher Start, schwindende Motivation

Moritz glaubt, dass einer der Gründe, wieso der Fischmarkt mit Problemen zu tun hat, die Lebensrealität der Händler ist. „Sonntag um drei Uhr morgens aufstehen, um den Stand aufzubauen, das will heute kaum noch jemand“, erklärt er. Der Markt öffnet um fünf Uhr in der Früh und wer pünktlich bereitstehen will, der muss dann mitten in der Nacht anfangen zu arbeiten. Diese Anforderungen schrecken vor allem jüngere Händler ab, die weniger an die alte Marktkultur gebunden sind.

Die Folgen sind sichtbar: Weniger Anbieter bedeuten automatisch weniger Vielfalt und das sorgt wiederum für weniger Besucher. „Das ist ein Teufelskreis“, sagt Moritz. „Wenn der Markt sein Angebot verliert, verliert er auch seine Seele.“ Dabei war der Fischmarkt über Jahrzehnte ein Treffpunkt für Nachtschwärmer von der Reeperbahn, ebenso wie für Familien beim sonntäglichen Spaziergang. Heute wirken manche Bereiche verwaist.

Fehlende Aufmerksamkeit und wenig Werbung

Neben der immer geringer werdenden Händlerzahl kritisiert Moritz vor allem die mangelnde Unterstützung durch die Stadt selbst. „Beim Hafengeburtstag wird alles groß aufgezogen: Musik, Programm, Werbung. Aber der Fischmarkt läuft irgendwie nebenher“, sagt er. Große Veranstaltungen oder Sportevents würden oft den Verkehr behindern, Zufahrten blockieren und so natürlich die Besucher fernhalten.

Dem Markt fehlt es an frischer Energie und einem Konzept, das die maritime Tradition wieder aufleben lässt. Moritz schlägt vor, den Markt mit kulturellen Elementen zu beleben: „Ein Matrosenchor, Piraten-Darsteller oder Schauspieler, die alte Seemänner verkörpern. Das würde Besucher anziehen.“ Auch gezielte Werbekampagnen, beispielsweise über soziale Medien oder Tourismusplattformen, könnten dabei helfen, den Kultstatus des Fischmarkts wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Die Stadt selbst sieht keinen Handlungsbedarf

Die zuständige Wirtschaftsbehörde weist die Kritik von Moritz zurück. Sprecher Dominic Völz betont, der Fischmarkt werde über alle relevanten Kanäle umfassend beworben. „Die Hamburg Tourismus GmbH präsentiert den Fischmarkt auf ihrer Website, über Social Media, in Newslettern und sogar in internationalen Angeboten. Die Wahrnehmung, es gäbe keine Werbung, können wir so nicht bestätigen.“

Tatsächlich ist der Markt regelmäßig Bestandteil offizieller Stadtführungen und wird auf zahlreichen touristischen Plattformen weltweit empfohlen. Doch der Erfolg solcher Maßnahmen scheint sehr begrenzt. Während die Touristen die historischen Fischbrötchenstände oder die Marktschreier zwar nostalgisch lieben, bleibt das Interesse der Hamburger selbst aber verhalten. Viele Einheimische empfinden den Markt längst als Touristenattraktion und nicht mehr als Ort der Begegnung.