Gründen in Hamburg: Wie unternehmerfreundlich ist die Stadt wirklich?

Hamburg gilt seit Jahren als attraktiver Standort für Gründungen und der aktuelle Startup Monitor der Handelskammer Hamburg bestätigt dieses Bild in weiten Teilen. Die Stadt verfügt über starke Hochschulen, etablierte Unternehmen aus Handel und Logistik sowie eine wachsende Gründungsszene, die sich in den vergangenen Jahren spürbar professionalisiert hat. Doch wie unternehmerfreundlich ist die Hansestadt wirklich?

Breites Angebot an Unterstützung in Hamburg

Zentrale Anlaufstelle für Gründungsinteressierte ist die Plattform Startup City Hamburg, die Beratung, Vernetzung und einen Überblick über die vielfältige Förderlandschaft bündelt. Ergänzt wird das Angebot durch die IFB Innovationsstarter GmbH als öffentlich finanzierte Investitionsbank der Stadt, die junge Unternehmen mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen in der Frühphase unterstützt, etwa über die Programme InnoFounder und InnoRampUp.

Auch abseits der klassischen Finanzierung setzt Hamburg auf gezielte Unterstützung, etwa über eine hochschulübergreifende Gründungsberatung und das Leuchtturmprojekt Startup Factories, das Gründungen in Zukunftsfeldern wie neuen Materialien und Data Science gezielt fördert. Auch private Initiativen ergänzen dieses Bild, etwa branchenspezifische Acceleratoren, die Gründungsteams über mehrere Monate begleiten und ihnen Zugang zu Investoren und etablierten Partnern aus der jeweiligen Branche verschaffen. Teams, die mit einer Idee noch vor dem ersten Umsatz stehen, finden in Hamburg also durchaus ein passendes Förderinstrument.

Für Gründer und Geschäftsführung stellt sich aber nicht nur die Frage der Finanzierung, sondern auch die Frage, wie viel Kapital dauerhaft in Büroflächen, Einrichtung und laufende Standortkosten gebunden werden soll. Wenn Teamgröße und Umsatz noch schwierig zu planen sind, werden starre Flächen schnell zu einer finanziellen Belastung.

Gerade für Teams, die neben der Finanzierung auch einen professionellen Arbeitsort suchen, lohnt sich früh der Blick auf Büros in Hamburg in Top-Lagen von COLLECTION, die sich flexibel an den Wachstumsverlauf eines jungen Unternehmens anpassen lassen und von Anfang an einen professionellen Auftritt gegenüber Kunden und Investoren ermöglichen.

In Hamburg stehen dafür unter anderem Standorte wie Hohe Bleichen und Neuer Wall zur Verfügung. So kann ein kleines Team auf einer passenden Fläche starten und den Platzbedarf später anpassen, statt bereits zu Beginn dauerhaft für (zu) große Räume zu bezahlen.

Die Gründe, warum es bei der Wachstumsfinanzierung noch hakt

Trotz dieser soliden Basis zeigt der Startup Monitor auch klaren Handlungsbedarf. Im Vergleich zu anderen deutschen Standorten gelingt es Hamburg bislang seltener, aus vielversprechenden Startups systematisch erfolgreiche Scaleups zu entwickeln. Die Handelskammer und die Behörden fordern deshalb strukturelle und langfristig angelegte Instrumente für die Wachstumsphase, etwa eine Hamburger Zukunftsstiftung und einen Fund-of-Funds-Ansatz, der privates Kapital für größere Finanzierungsrunden mobilisiert.

Solange diese Instrumente fehlen, bleibt die Skalierung für viele Hamburger Gründungsteams die eigentliche Hürde und nicht der Start selbst. Betroffen sind vor allem kapitalintensive Branchen, in denen internationale Investoren größere Finanzierungsrunden erwarten, die Hamburg bislang seltener liefern kann als etablierte Standorte wie Berlin oder München.

Diese Unsicherheit erhöht den Druck für Unternehmensentscheider, fixe Verpflichtungen außerhalb des Kerngeschäfts überschaubar zu halten. Flexible Arbeitsflächen helfen an der Stelle, den Standortbedarf an die Wachstumsphase anzupassen, anstatt zusätzlich benötigte Liquidität dauerhaft zu binden.

Talente und Ideen sind demnach reichlich vorhanden, doch der Sprung von der Frühphase in eine tragfähige Wachstumsfinanzierung gelingt seltener als an anderen Standorten. Die Förderlandschaft in der Frühphase wirkt dagegen bereits heute breit aufgestellt, auch weil mehrere Hamburger Hochschulen als akkreditierte Träger von EXIST-Programmen agieren und damit zusätzliche Wege zur ersten Finanzierung eröffnen.

Infrastruktur und Netzwerke als zusätzlicher Standortvorteil

Auch abseits der reinen Förderprogramme spielt die Infrastruktur für Gründungsteams eine wichtige Rolle. Netzwerkformate wie der Next Media Accelerator oder Events wie der Pitch bei Startups@Reeperbahn schaffen Kontakte zu Investoren und etablierten Unternehmen und machen Hamburg über die Fördersummen hinaus attraktiv. Auch der Hamburger Gründer:innen-Wettbewerb trägt dazu bei, junge Teams sichtbar zu machen.

Für viele Teams zählt in der Anfangsphase jedoch vor allem die Flexibilität bei der eigenen Arbeitsumgebung, ohne sich langfristig an feste Räume zu binden. Für diesen Bedarf kann man bei Unternehmen wie COLLECTION einen flexiblen Coworking Space mieten, wodurch sich Teamgrößen und Kosten in der oft unsicheren Startphase besser steuern lassen.

Das kann beispielsweise für hybride Teams sinnvoll sein, die nicht täglich eine volle Bürofläche benötigen oder für Gründer, die zunächst nur einzelne Workspaces nutzen und für Kundentermine ein professionelles Setup benötigen. Auch bei kurzfristigen Projekten entsteht so kein Zwang, sofort langfristig eigene Flächen aufzubauen.

In der Gesamtschau ist Hamburg damit ein Standort, der Gründungen spürbar erleichtert, dessen volles Potenzial sich aber erst zeigt, wenn auch die Wachstumsfinanzierung mit der Frühphasenförderung mithalten kann. Für Gründungsteams lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf beide Seiten der Stadt.