Führerschein machen in Hamburg

Wer sich dazu entschließt, den Führerschein zu machen, steht vor der Qual der Wahl der richtigen Fahrschule. Da der Erwerb eines Führerscheins nicht nur ins Geld geht, sondern auch einiges an Zeitinvestition abverlangt – meist parallel zur Arbeit, Studium oder Berufsschule – ist es wichtig, sich vorher ausführlich zu informieren.  

Der Preis ist ein ausschlaggebender Faktor, sollte allerdings nicht das einzige Kriterium bei der Wahl sein. Die Erfahrung und die Fähigkeit des Fahrlehrers sind genauso wichtig. Denn die Wiederholung der Prüfung und die damit verbundenen zusätzlichen Fahrstunden treiben die Kosten in die Höhe. In Hamburg lag die Erfolgsquote laut Kraftfahrt-Bundesamt für die praktische Prüfung in 2018 bei 58 %, d.h. dass 42 % der Fahrschüler ihre Prüfung wiederholen mussten!

Die Kosten eines Führerscheins setzen sich zusammen aus: den Kosten der Fahrschule, den amtlichen Gebühren und den Kosten für Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs.

Kosten außerhalb der Fahrschule

  • Gebühr für den Sehtest – ca. 10 EUR
  • Erste-Hilfe-Kurs – ca. 30 EUR
  • Gebühren TÜV oder DEKRA theoretische Prüfung – 22,49 EUR
  • Gebühren TÜV oder DEKRA praktische Prüfung – 91.75 EUR
  • Gebühren LBV Ausstellung des Führerscheins – 43,50 EUR

Kosten der Fahrschule

  • Grundgebühr + Lehrmaterial
  • Übungsfahrten
  • Sonderfahrten
  • Gebühren zur Vorstellung zu den Prüfungen (theoretisch und praktisch) 

Die Kosten der Fahrschulen können stark voneinander abweichen. Einige Fahrschulen stellen ihr Preise transparent und leicht auffindbar dar, andere wiederum geben diese Informationen erst im Beratungsgespräch weiter. Da ist es nicht so einfach sich zu orientieren. Es gibt mehrere Studien mit Vergleichen von Fahrschulpreisen deutscher Städte untereinander. Das ist zwar recht spannend, hilft aber bei der Entscheidung nicht wirklich weiter. Erstens wird man wohl kaum wegen des Führerscheins umziehen und zweitens kommt pendeln nach Niedersachsen oder Schleswig-Holstein auch nicht in Frage, da der Führerschein am Wohnort gemacht werden muss.

Das Vergleichsportal LadenZeile.de hat sich die Mühe gemacht, die Preise von 120 Hamburger Fahrschulen zu vergleichen. Der durchschnittliche Preis für eine Übungsfahrt in Hamburg liegt bei 42,44 EUR. Eine Sonderfahrt kostet im Durchschnitt 43,45 EUR und die Grundgebühr liegt bei 229,00 EUR. Auch die Durchschnittspreise der einzelnen Bezirke wurden in der Studie verglichen und sehr anschaulich auf dieser interaktiven Karte dargestellt. In Hamburg-Mitte lag der Preis mit 40,42 EUR pro Übungsfahrstunde am niedrigsten. Am höchsten war der Durchschnittspreis in Harburg: 44,22 EUR.  Das kann einem dabei helfen, einzuschätzen, ob das Angebot einer bestimmten Fahrschule günstig ist oder nicht.

Etwas zur Qualität des Fahrunterrichts im Vorfeld zu recherchieren ist etwas komplizierter. Ratsam ist es persönlich mit dem Fahrlehrer zu sprechen, um festzustellen, ob die Chemie stimmt. Man kann auch danach fragen, probeweise an einer Theorieunterrichtsstunde teilzunehmen.

Der Start-up Click-Click-Drive hat dieses Defizit an transparenten Informationen erkannt und daraufhin ein Portal für Fahrschulen und angehende Fahrschüler gegründet. Auf clickclickdrive.de kann man nach Fahrschulen in Wohnortnähe suchen, direkt Termine bei den Fahrschulen buchen, detaillierte aufgeschlüsselte Preise nachlesen – und vor allem Bewertungen anderer Fahrschüler anschauen.

Viele Fahrschulen in Hamburg bieten auch Unterricht in anderen Sprachen. Es gibt Frauenfahrschulen, in welchen nur Frauen als Fahrlehrerinnen tätig sind und ausschließlich Frauen den Führerschein machen können. Auch eine Umweltfahrschule, in der die Ausbildung mit Elektroautos durchgeführt werden kann, gibt es in Altona. 

Eine gründliche Recherche im Vorfeld lohnt sich also auf jeden Fall – sowohl für den Geldbeutel, als auch für die Nerven. So lässt sich auch die Chance erhöhen, es gleich beim ersten Anlauf zu schaffen.