Depotwechsel: Das sollten Sie beachten

Wer heutzutage schon in gewinnbringende Anlageformen und -strategien mit Aktien, Fonds, Zertifikaten und Co. investiert, der kann seinen Anlageerfolg weiter optimieren und zwar mit der Wahl eines passenden und günstigen Depots. Dabei sind nicht nur beispielsweise zu hohe Depotführungs- oder Ordergebühren ein Grund für einen Wechsel, sondern auch schlechter Kundenservice oder ein unübersichtliches Internetangebot. Was es alles beim Wechsel zu beachten gibt, erfahren Sie im Folgenden.

Mann checkt die Kurse von Aktien auf dem Smartphone.
Aktiendepots von Online Brokern bieten für Kunden den Vorteil, kostengünstig in Aktien, Fonds, ETFs oder Zertifikate investieren zu können. Bildquelle: rawpixel / pixabay.com

 

Gehören Sie bereits zu den Menschen, die herkömmlichen Anlageformen mangels ausreichender Verzinsung den Rücken gekehrt haben und stattdessen lieber in Aktien, Fonds und Co. investieren? Dann machen Sie vermutlich schon vieles richtig. Trotzdem besteht eine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafür, dass Sie Ihren Anlageerfolg weiter optimieren können und zwar gar nicht unbedingt durch eine Veränderung der Strategie, sondern vielmehr durch einen simplen Depotwechsel.

Dieser bietet sich beispielsweise aus Gründen wie den nachstehenden an:

  • Aktuelles Depot ist ingesamt zu teuer
  • Der Service des Brokers ist zu schlecht
  • Das Angebot an Anlageprodukten ist zu klein
  • Die Online-Plattform ist unübersichtlich
  • Es besteht kein mobil zugängliches Portal

Heutzutage gibt es eine enorme Fülle von Online Brokern, die ihren Kunden Aktiendepots zur Verfügung stellen. Aufgrund der großen Konkurrenzsituation variieren die Kosten, der Service und die inkludierten Leistungen. Etablierte Produkte wie beispielsweise das DEGIRO Aktiendepot sind zu günstigen Konditionen nutzbar. So hat das Depot keine Mindesteinlagen, Gebühren oder Dividendenkosten. Außerdem targetiert es sämtliche Anlegertypen und lässt dadurch bei Investitionen größtmöglichen Freiraum. Weltweit kann mit einem Depot des im Jahr 2008 gegründeten Unternehmens an mehr als 50 Börsenplätzen gehandelt werden und dauerhaft sind 200 ETFs kostenfrei. 

Vergleich der Depotanbieter erleichtert die Entscheidungsfindung

Damit Sie zuverlässig evaluieren können, ob sich für Sie ein Depotwechsel rentiert, sollten Sie akribisch das Angebot Ihres jetzigen Anbieters mit dem der Konkurrenz vergleichen. Es ist dabei wichtig, dass Sie nicht nur die nackten Zahlen begutachten, sondern auch in Betracht ziehen, inwiefern die jeweilige Offerte zu Ihren persönlichen Anlagepräferenzen passt.

Ein Beispiel hierfür sind die Orderprovisionen: Es gibt Online Broker bzw. Banken vor Ort, die an dieser Stelle mit Festpreisangeboten operieren. Wiederum andere haben variable Provisionen, die ab einer gewissen Summe gedeckelt sind. Überlegen Sie daher in einem solchen Fall, ob Sie viel handeln möchten und ob Sie eine langfristige oder eine kurzfristige Anlagestrategie verfolgen möchten.

Weitere Kosten, die Sie additiv vergleichen sollten, sind die Börsengebühren, Maklergebühren oder auch die Kosten bei Limit Orders. 

Wie der Wechsel konkret abläuft und wie lange der Übertrag dauert

Geschäftsmann auf der Straße mit einem Laptop.
Erst wenn das neue Depot eröffnet worden ist, sollte das alte gekündigt bzw. der Depotwechsel in Auftrag gegeben werden. Bildquelle: keshavnaidu / pixabay.com

Wenn Sie zu dem Ergebnis gekommen sind, dass sich für Sie ein Depotwechsel lohnen wird, dann sollten Sie im ersten Schritt das Depot beim neuen Anbieter eröffnen. Machen Sie das online, müssen Sie sich über eines der gängigen Ident-Verfahren – entweder per Post oder per Video – legitimieren. Bei Filialbanken leitet der Bankberater hingegen alles in die Wege.

Ist das neue Depot eröffnet, müssen Sie den Depotübertrag per ausgefülltem und unterschriebenem Formular in Auftrag geben. Der Depotwechsel an sich darf nichts kosten bzw. es dürfen keine gesonderten Gebühren in Rechnung gestellt werden. Für den Wechselzeitpunkt wählen Sie am besten ruhige Börsen- bzw. Marktzeiten aus.

Wenn der Übertrag, der nicht länger als ein bis zwei Wochen dauern sollte, geklappt hat, können Sie das alte Depot schriftlich kündigen. Beachten Sie dazu geltende Kündigungsfristen, um den gesamten Vorgang erfolgreich abzuschließen.